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Fassschnecke (Tonna perdix)

Das war das Highlight beim Nachttauchgang am letzten Tag. Wir gingen rund zwei Stunden nach Einbruch der Dunkelheit ins Wasser und direkt am Fuß eines Ergs wurden wir Zeugen einer Attacke einer Fasschnecke auf eine Seegurke. Helmut Debelius widmet in seinem Riff-Führer Rotes Meer diesem Angriff eine Doppelseite. Genau wie beschrieben hat die Fassschnecke die Seegurke zuerst komplett umklammert, das Opfer entkam nochmal, aber die Schnecke ging sofort in die Verfolgung des vergifteten Opfers. Einen Cocktail aus 30% Salzsäure und 4% Schwefelsäure injiziert die Schnecke ihren Opfern und frisst sie dann komplett auf.

Es ist auch beeindruckend, wie groß der Körper gegenüber dem Haus ist. In diesem Fall war das Gehäuse gut 10 cm groß, der Körper aber rund 30 cm lang und 20 cm breit. Damit der Körper dann am Tag überhaupt ins Haus passt, muss die Schnecke erst wieder schrumpfen indem sie Wasser abgibt.

Kamera: Canon Powershot G10
Ort: Fanus – Ägypten

1 Kommentar

  1. Carl

    Es ist wirklich mal interessant, eine Fassschnecke bei Fressen zu sehen. Hab ich bisher noch nicht und beeindruckt doch ziemlich, wie groß sie eigentlich sein können.

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